Josephi-Markt und Samenmarkt

Geschäftiges Treiben, herrschte heute in Dinkelsbühl auf dem traditionellen Josephi-Markt. Zusammen mit dem 5. Dinkelsbühler Samenmarkt, welcher im Schrannensaal stattfand, füllten diese beiden Veranstaltungen die Straßen der historischen Altstadt.

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Norderney - schön, ruhig, einsam

Im September war ich für eine Hochzeit auf Norderney gebucht. Da dachte ich mir, dass ich die Gelegenheit nutzen sollte, um mir die Insel mal genauer anzusehen – natürlich mit Kamera.

 


Auf dem Weg dorthin, habe ich festgestellt, es ist gar nicht so schlimm, mitten durch das Ruhrgebiet zu fahren, so lange man die Hauptverkehrszeiten umgeht. Ich hatte also eine gemütliche Fahrt, die pünktlich um 6 Uhr morgens begann, so dass ich am Nachmittag bereits auf Norderney war und mich direkt am Strand von der 900 Kilometer langen Fahrt erholen konnte.

 

Erholung ist auch das richtige Stichwort für die Insel. Direkt als ich angekommen bin, hatte ich das Gefühl, aus dem "normalen" Alltag raus zu sein. Es war als würde sich eine Art magischer Schleiher über meine Gedanken legen und mich entspannen.

Ich ging also direkt los, um meinem Hund zum ersten mal den Strand zu zeigen und vielleicht schon das ein oder andere Bild machen zu können - zumindest vom Strand.

 

Am nächsten Morgen, stand die Hochzeit an. Hier gibt es nicht viel zu sagen, außer, dass es wohl das kleinste "Standesamt" der welt ist, bzw. auf jeden Fall das kleinste, was ich je gesehen habe. Auf gefühlten 2qm waren also ein Standesbeamter, 2 Trauzeugen, das Ehepaar und ein Fotograf untergebracht.

Die Gäste durften draußen warten - stilgerecht - in Strandkörben und, gemäß dem Herbstwetter, auch eingepackt in warmen Klamotten zuschauen, oder zuhören.

Zum Paarshooting ging es dann an den Strand. Wir hatten trockenes, aber doch ein bisschen kühles Herbstwetter. Doch das Päärchen lies sich nicht einschüchtern und lief sogar barfuß durchs Wasser. Natürlich habe ich als Fotograf mit gezogen und war am Ende sogar überrascht, wie angenehm es war im Nordseewasser zu spazieren.

 

Es war so schön, dass ich direkt nach dem Paarshooting meinen Hund schnappte und mit ihr an den Strand ging, um sie ohne Leine und Halsband fotografieren zu können. Überhaupt kann ich die Insel als Hundebesitzer empfehlen. Die Menschen reagieren großteils freundlich auf Hunde, oder haben selbst welche. Obwohl es generell eine Leinenpflicht gibt, sind viele Hunde ohne unterwegs. Da alle aufpassen und ihre Hunde nicht zu jedem hinrennen lassen, ist das auch für Niemand ein Problem.

 

Nach Tag 2 habe ich die Technik immer mehr beiseite gelegt und hatte kaum das Handy an. Ungewöhnlich, aber ich lies mich von der Insel zur Ruhe treiben.

Die Stadt – welche den gleichen Namen trägt, wie die Insel – hat viele unterschiedliche Geschäfte, und eine dichtgedrängte Fußgängerzone (die Insel ist fast Autofrei).
Was für einen Einwohner einer Altstadt, wie Dinkelsbühl, natürlich nicht so schön ist, sind die Zweckmäßigen Renovierungen in der Innenstadt Norderneys. Man hat fast das Gefühl, dass hier kein Denkmalschutz existiert. Das ist dann durchaus gewöhnungsbedürftig – manche würden sagen, dass es Bausünden sind.

Trotzdem kann man sagen, dass die Stadt zum Shoppen, bzw. Schaufensterbummeln einlädt, allein durch ihr Angebot.

 

So ruhig und schön dann auch alles war, so sehr fehlte mir am 3. Tag die Abwechslung – und Shoppen ist auch nicht meine große Leidenschaft. Es gab keine Berge, keine Seen, und auch nicht viel mehr, als die nächste Düne. Als ich auf einem Aussichtspunkt stand, dachte ich mir "ganz schon einsam".
Das war auch der Grund für mich, meine Heimfahrt an Tag 4 anzutreten, denn ich hatte das Interesse verloren.

 

Man darf mich hier nicht falsch verstehen. Ich finde Norderney wunderschön und die Insel ist definitiv eine Reise wert. Für jeden der komplett abschalten will: Technik ausschalten, Ruhe genießen, die Welt um sich herum vergessen und das Rauschen der Nordsee als "gedankliches Yoga". Perfekt!

 

Für mich, als Kind der fränkischen Schweiz und der Abwechslungsreichen Landschaft in Süddeutschland, war es dann aber schon zu still. Ich fühlte mich in der, endlos scheinenden, Weite der kleinen Insel verloren und hatte genug. Meine Hündin "Kiara" hatte nach wie vor Spaß am Strand. Doch warum das Wasser so seltsam schmeckt, war auch am Tag unserer Abreise noch ein Rätsel für sie.

 

Daher packten wir unsere Sachen und fuhren wieder Richtung Heimat.

 

Es war schön, aber vorbei.

 

Wenn ihr Fragen habt, oder mit mir persönlich über die Reise quatschen wollt, dann seid Ihr herzlich eingeladen, auf einen Kaffee im StudioCafé vorbeizukommen.

 

Ich würde mich sehr freuen.

 

 

 

Euer Manuel

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